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Moonsun Christophe Schweizer
“Cocoa”

„Thank you for the music. You are a very important musician for at least three reasons: because the music itself is new, intense, and fascinating, because it’s being made out of personal organic necessity, and because other gifted musicians obviously find it fascinating to play.” Lawrence J. Kart „Danke für die Musik. Du bist ein sehr wichtiger Musiker aus mindestens drei Gründen: weil die Musik selber neu, intensiv, und faszinierend ist, weil sie au seiner persönlichen organischen Notwendigkeit entsteht, und weil andere begabte Musiker sie offensichtlich faszinierend zu spielen finden.”
Lawrence J. Kart

Der nach dem Hören des Albums „Physique“ (Omnitone) solches an einen ihm zuvor unbekannten Musiker weitergibt, weiss, wovon er spricht: Larry Kart war Mitherausgeber des US-Jazzmagazins „Down Beat“ und hat mit „Jazz in Search of itself“ eine herrliche Sammlung von Begegnungen mit vielen Legenden dieser Musik herausgegeben. Nach einer ebenso treffenden Kurzbeschreibung der Musik Christophe Schweizers muss man lange suchen. In der Tat erfindet Schweizer neue Musik mit hohem Emotionsgehalt, welche von Weltklassemusikern zum Leben erweckt wird und ihnen im Gegenzug einen Katalysator für Ideen bietet, welche andernorts vielleicht vielleicht unentdeckt blieben. Die Essenz dieser “Maximal Music” beschreibt Schweizer als “Groove und Freiheit. Es ist Musik für alle (auch für Jazzfans, Augenzwinkern) jenseits des kleinsten gemeinsamen Nenners. Sie handelt vom Drama echten (Gedanken-) Lebens im Gegensatz zum Theaterspiel des “so wie” und “als ob”. Womit klar ist, dass Schweizer die Frage nach stilistischen Referenzpunkten unbeantwortet lässt und den Vergleich als freiwillig erklärt: “Natürlich klingt es wie Jazz, und wer möchte, darf es gerne so nennen. Die Musik soll einfach Genuss bereiten, und dazu bedarf der Hörer keiner Voraussetzungen.” Dabei ist dieser Undogmatische längst kein unbeschriebenes Blatt. Schweizer lebte jahrelang in New York und verdiente sich seine Sporen nebst unzähligen Projekten in Tourneen mit der Mingus Big Band oder der George Gruntz Concert Jazz Band. Auf seinen bisherigen Alben und Tourneen haben unter anderen mitgewirkt Ethan Iverson (The Bad Plus), Donny McCaslin, Seamus Blake, Alex Sipiagin, Jason Moran, Billy Hart, Gene Jackson, und Pressereaktionen sprechen „ …vom spannendsten, was der zeitgenössische Jazz zu bieten hat“, „ …einer der grossen seines Instrumentes”, “ …innovativstes Konzert des Jahres”. So hat auch die Formation MOONSUN des neuen Albums COCOA schon zu Schweizers New Yorker Zeit regelmässig dort gespielt und in Europa getourt. Durch zahllose gemeinsame Konzerte in verschiedenen Kontexten sind diese Musiker inzwischen vielen Hörern ein Begriff für höchstes Niveau an Virtuosität und Geschmack, deren Zusammenspiel bereits die nächste Generation zu beeinflussen beginnt. Sei es also dem Publikum überlassen, ob in Sachen „MOONSUN – COCOA“ jener Musikliebhaber aus New York recht behält, der nach einem Websitebesuch spontan wie schon Larry Kart schrieb: „This new album is off the hook – unbelievably good!“ („Dieses neue Album ist sagenhaft – unfassbar gut!“)

Christophe Schweizer geniesst den Ruf eines ungewöhnlich schöpferischen Komponisten / Konzeptualisten und herausragenden Instrumentalisten (Posaune/ Bassposaune / Tuba / Alphorn und andere), der es immer wieder schafft, seine Hörer mit Musik zu überraschen, die neu ist und sich den Kategorien entzieht. Schweizer wurde in eine musikalische Familie hinein geboren. Nach Anfängen auf der Geige lernte er Posaune und Klavier und kam über die Kirchenmusik und Dixieland zum Jazz. Ein Studium am Konservatorium tauschte er gegen die Mitgliedschaft in einer Punkjazzband, war aber dann trotzdem als klassischer Orchestermusiker und Solist tätig. Beteiligung an zahlreichen Projekten in der Schweiz. Nach einem Workshop in Kanada für sieben Jahre in New York. Tourneen mit Mingus Big Band und George Gruntz Concert Jazz Band, Konzerte u.a. mit Lee Konitz, Steve Swallow, Maria Schneider. Gründung der Formationen „5six7“, „Full Circle Rainbow“, „Normal Garden“, „Moonsun“, mit welchen er in Europa tourte und CDs veröffentlichte. Unterrichtete am Banff Jazz Workshop in Kanada neben Kenny Werne, Dave Holland, und Joe Lovano. An Projekten von Christophe Schweizer waren u.a. beteiligt Billy Hart, Gene Jackson,Tom Rainey, Jason Moran, Ethan Iverson, David Kikoski, Ohad Talmor, Seamus Blake, Donny McCaslin, Oscar Noriega, Alex Sipiagin, David Taylor, Markus Stockhausen, Arkadij Shilkloper, Nguyen Le. Umzug nach Hamburg, wo er heute mit seiner Familie lebt. Er unterhält Projekte zwischen Jazz, freier Improvisation, Elektronik und neuer Musik (mit den Ensembles Car du Thon (Genf) und Work in Progress (Berlin)). Im März 2010 wird er ein zehnstündiges Solowerk seines Duopartners Brice Catherin uraufführen.

David Binney ist ein Saxophonist und Komponist aus New York, der seit fast zwei Jahrzehnten beharrlich eine eigene Ästhetik pflegt und dafür gegenwärtig nach zahlreichen CD-Veröffentlichungen (u.a. auf Act und auf dem eigenen Mythology-Label) und Tourneen weltweit die Früchte der Anerkennung erntet. Er steht im Zentrum einer Szene, die zwischen “Straight Ahead” und “Downtown” (Knitting Factory, wenn es sie noch gäbe) einen eigenen Weg aufgetan hat und in New York hauptsächlich in der 55Bar ihr Forum hat. Im Laufe seiner Karriere hat er u.a. mit dem Gil Evans Orchestra, Aretha Franklin, oder Maceo Parker gespielt. Zu seinen Weggefährten zählen neben den Mitgliedern dieser Gruppe u.a.Mark Turner, Donny McCaslin, Edward Simon, Ben Monder, Scott Colley, Antonio Sanchez oder Brian Blade.

Dass Hans Glawischnig von Chick Corea angefragt wird, spricht mehr als viele Worte über die Qualitäten dieses Bassisten. Geboren in Österreich, lebt er seit vielen Jahren in den USA und hat sich durch lange Zusammenarbeit mit Ray Barretto und David Sanchez (unter vielen anderen) seinen Ruf erworben. Er ist ebenfalls ein begabter Komponist, dessen Alben auf Sunnyside erscheinen.

Jacob Sacks gewann 2000 den 3.Platz in der Thelonious Monk Piano Competition. Auch er bewegt sich im Feld zwischen Jazz (Mingus Big Band, Clark Terry) und freier Improvisation (Matt Maneri, Charles Gayle). Als seiner der faszinierendsten Pianisten der New Yorker Szene verwendet er einen guten Teil seiner Zeit darauf, in einem mit anderen Musikern gegründeten Kollektiv Studierenden beim finden ihres eignen kreativen Weges zu finden. Seine Aufnahmen (u.a. im Trio mit Paul Motian) veröffentlicht er auf dem eigenen Label YeahYeah Records.

Dan Weiss ist mehr als ein brillanter Schlagzeuger. Er studiert seit über zehn Jahren Tabla bei Samir Chatterjee und tritt inzwischen auch mit indischen Meistern auf. Die Art und Weise, wie er dieses Denken auf das Schlagzeug überträgt, ist weltweit einmalig und hat dazu beigetragen, ihn zu einem der gefragtesten Musiker für kreative Musik zu machen. Er komponiert selber und pflegt mehrere eigenen Projekte im Duo- und Trioformat. Zu seinen Stationen zählen u.a. Ravi Coltrane, Rudresh Mahanthappa, Miguel Zenon, Vijay Iyer. Er ist ausserdem Mitglied der Death Metal-Band Bloody Panda.

 

Moonsun Christophe Schweizer
“Cocoa”

Unit Records 4202
Vertrieb-D: JaKla
Vertrieb-A: Extraplatte

christophe schweizer
david binney
jacob sacks
hans glawischnig
dan weiss

 

Veröffentlichung:
19.03.2010

[Info als PDF] - 1,2 MB

 
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