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The Best of the
Best of Blue Monday 2006

Ich erlebe als Musiker oft, dass gerade solche Zuschauer, die mehr oder weniger zufällig in ein gutes Club-Jazzkonzert geraten sind,nachher vor Begeisterung sprühen, weil sie: „gar nicht wussten, dass es so was gibt!“, womit nicht nur gemeint ist, dass sie nicht im geringsten damit gerechnet hatten ausgerechnet an „diesem“ Ort etwas so Spannendes zu erleben, sondern vor allem, dass ihnen der moderne Jazz als Kunstrichtung an sich bislang vollständig unbekannt war und sie, gebremst von den oben genannten Vorurteilen, stets einen Bogen um Jazzkonzerte gemacht hatten. Im Gegensatz zur marktschreierischen Popmusik, ist der Jazz in den Medien nur wenig vertreten. Schon sich zu informieren, verlangt also seinen Liebhabern einiges an Aufwand ab. Welche CDs gibt es? Welche Radiosendungen? Aber vor allem: Wo sind wann welche Konzerte? Was gibt's Live? Der Aufwand lohnt sich, denn in den Konzerten der Jazzer geht was ab. Live gespielt, entwickelt der Jazz seine wahre Stärke. Der zeitgenössische Jazz ist „die Livemusik überhaupt“. Ihr Reichtum an Spielarten und Klangfarben ist nicht zu überbieten. Hier wird mit Einfallsreichtum, Risikofreude und virtuosem Können aus dem Moment heraus Musik gestaltet. Jazz im modernen Sinne grenzt keine Musikrichtung aus. Er ist ein Spiel mit den musikalischen Elementen. Alle Stile klingen an. Natürlich Swing, Bebop und New Orleans-Jazz, aber ebenso Hiphop, Funk, Rock, Pop, Ambient, Reggae und Wer-Weiss-Was-Alles-Noch werden verarbeitet und beim Spielen verändert und erweitert. Gerade bei kleinen Clubkonzerten, bei denenes ungezwungen zugeht und weder eine hohe Bühne noch feste Stuhlreihen die legere Atmosphäre stören, ist die Spiellaune der Musiker oft auf höchstem Niveau. Das Blue Note in Hilden bietet eine solche Clubatmosphäre in Reinkultur. Beim Blue Monday verwirklicht sich der Geist des Improvisierens auf besonders exklusive Art. Alle Bands bestehen aus Spitzensolisten, sind speziell für Blue Monday zusammengestellt und existieren nur für dieses eine Konzert. Geprobt wird nicht. Hier gibt es die wirklich seltene Gelegenheit, gestandene Profimusikerin einer echten Jam-Session-Situation zu erleben. Ich habe das sehr große Vergnügen, im Blue Note über zwanzig derrenommiertesten Sidemen und Jazzsolisten der deutschen und europäischen Szene präsentieren zu dürfen. So beschreibt der renommierte Gitarrist und Macher der Blue-Monday -Reihe im Hildener Jazz-Club Blue Note, Axel Fischbacher , das Konzept und die Philosophie, die hinter dieser seltenen, erfolgreichen und nachahmungswerten Konzertreihe steckt. Axel Fischbacher ist das, was man in der Gitarrensprache als einen „Abräumer“ bezeichnet; ein Gitarrist ,der mit Wucht und Konsequenz seine Soli gestaltet und dabei keine Gnade kennt, vor allem nicht vor sich selber! Demgegenüber steht allerdings eine große Einfühlsamkeit für Balladen und balladeskes Spiel. Wichtige Voraussetzung, um Jazz auch mit moderneren Einflüssen spielen zu können.Auf „ The Best of the Best of Blue Monday “ sind ausgesuchte Höhepunkte der Live-Konzerte des Jahres 2006 zu hören, vom Initiator selbst aus über 40 Stunden Aufnahme-Material sorgfältigst ausgesucht. Natürlich passten bei weitem nicht alle „Magic Moments“ auf diese CD, aber sie repräsentieren die beeindruckende Atmosphäre und virtuose Musikalität der Gigs am besten. Neun Stücke, teils Eigenkompositionen, teils Improvisationen, teils Standards präsentieren einen Großteil der gewaltigen Bandbreite des Jazz, wobei natürlichtrotz über 77 Minuten Laufzeit nicht jede Spielart des Jazz berücksichtigt werden konnte. Ein wahrer Genuss für alle Freunde des modernen Jazz und die beeindruckende Präsentation einer fantastischen Jazzkonzertreihe!

 

The Best of the Best of Blue Monday 2006
Vertrieb über www.allofjazz.com

Axel Fischbacher (g)mit
Mathias Haus (vb),
Jochen Dahmen (kb),
MatthiasBergmann (flh),
Katrin Mickiewicz (voc),
DanielKüffer (ss),
Jörg Kaufmann (ts),
Philipp van Endert(g),
Florian Beckmann (tp),
Konstantin Winstroer,Wally Böcker, André Nendza, Stefan Rademacher,Ivan Rougny, Jens Foltynowicz, Matthias AkeoNowak (b),
Kurt Billker, Peter Baumgärtner, ChristophHillmann, Steve Grant, Jürgen Peiffer, PeterWeiss, Roland Höppner (dr)

Veröffentlichung:
01.09.2007

[Info als PDF] - 400 kb

 

 

 
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